Willkommen im Cabaret Paris

Presse
Cabaret Paris besteht aus Künstlern, die von ihrer Herkunft nicht unterschiedlicher sein könnten. Neben dem, von der Straßenmusik kommenden Jens Horn und dem einer Bigband 'entflohenen' Akkordeonisten Jochen Bernhardt, wird ihr Auftrittsstil vor allem geprägt von ihrer unkriegerischern 'Front'- Frau Yvonne Vogel, die vom Theater kommt und auch immer wieder dorthin zurückkehrt.

Künstler zu sein, war für alle jedoch schon immer einer traditionsreiche Angelegenheit, wenn diese Tradition bedeutet, sich kritisch mit Vorgängen auseinanderzusetzen. So war auch die Tatsache, dass Deutschland seit über zehn Jahren, mit der Beteiligung am NATO-Angriff auf Jugoslawien, wieder eine Kriegsmacht ist und dass Auslandseinsätze der Bundeswehr bei den Regierenden im Selbstverständnis ihrer weltpolitischen Rolle ganz obenan stehen, für die Drei ein Anlass zum Antikriegstag ein neues Programm zu erarbeiten. In altbewährter Cabaret Paris-Manier entstand ein anspruchsvoller, literarisch-musikalischer Abend, der Texte bekannter Kriegsgegner wie zum Beispiel Bertolt Brecht, Kurt Tuchoslky und Frank Wedekind, ernst, erschütternd, ironisch, aber immer friedlich vereint mit Liedern von Georg Kreisler, Max Ophüls, Walther Mehring und anderen.

Denn es gibt leider Gründe genug nicht nur am 1.September gegen die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit zu protestieren, sondern diesem Datum viele Antikriegstage folgen zu lassen, bis sich endlich die Vernunft durchsetzt.

Frei nach dem Motto : Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin !